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Homeoffice - Lonely Lebkuchen

  Eingemummelt in eine völlig von Katzenhaaren verfluste Decke sitze ich fröhlich wippend auf meinem Pezziball vor dem Laptop und mache Homeoffice. Fröhlich nur deshalb, weil ich gerade einen Mann aus Lebkuchenteig verdrückt habe, muahahaha. Im Hintergrund strömt in angenehmer Lautstärke und halbwegs qualitativ hochwertigem Sound Radio Nature. Lieber Dudeldu mit Wasserfällen als das Rauschen meines Tinnitus. Blöd nur, dass Wasserfallgeräusche im Unterbewusstsein Prozesse auslösen, die früher oder später einen Gang zur Toilette unvermeidbar machen - bin hin und hergerissen zwischen natürlichem Drang und absolutem Unwillen, mich aus meiner verhaarten Decke zu pellen, gerade wo es jetzt endlich warm geworden ist. Das Wippen auf dem Ball habe ich eingestellt, um so vielleicht doch noch einen Moment länger in meiner Decke ausharren zu können, bevor ich meine wärmende Hülle ablegen muss. Der zuvor getrunkene Kaffee trägt seinen Teil bei, dem Lebkuchenmann habe ich nichts vorzuwerfen. Ok,...
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Erinnerungen

  Erinnerungen sind eine wunderbare Quelle, aus der man beim schreiben schöpfen kann. Du kannst in einer Erinnerung Momente schöner ausmalen als sie jemals gewesen sind, oder sie schlechter reden als sie sich in Wirklichkeit zugetragen haben. Du kannst sie zusammenpuzzeln und auseinandernehmen, etwas hinzufügen oder weglassen, du kannst sie einfach kommen oder gehen lassen. Es sind Fragmente, wie etwa Gefühle, Situationen, Lieder und Worte, die man sich einfach herauspicken kann und nur noch mit Worten und Inhalt anzureichern braucht. So entstehen Texte, deren Inhalt zwar größtenteils erfunden ist, aber durch den sich dennoch ein Hauch deiner selbst zieht. 
  Manchmal hält das Leben Überraschungen bereit. Wie an Weihnachten, wenn du ein Päckchen vor dir liegen hast. Entweder ist etwas total tolles drin, oder halt die kratzigen Stricksocken, weil Oma noch Polyesterwolle in lilagrün übrig hatte.